By admin | September 20, 2011 - 1:45 pm - Posted in Gesundheit

Im Ohr sind zwei Sinne beheimatet, das Gehör und der Gleichgewichtssinn. Durch viele Wege fließen uns Nachrichten aus unserer Umwelt zu und lassen für uns vollständige Abbildungen unserer Umgebungen entstehen. Mechanische Druckschwingungen der Luft empfangen wir mit den Ohren und empfinden sie als Schall. Das menschliche Gehör ist nicht so empfindlich wie das vieler anderer Tiere, sie besitzen oft zusätzlich gut bewegliche Ohrmuscheln, die sie wie ein Richtmikrofon zur Ortung einer Schallquelle benutzen, genau wie wir mit den Augen die Lage von Gegenständen erfassen können. Die Sprache, das wichtigste menschliche Kommunikationsmittel, ist aufs Engste mit unserer Hörfähigkeit verknüpft. Wir haben etwa 24 000 Hörzellen in jedem Ohr.

Das äußere Ohr

In Verhältnis zu vielen Tieren ist das menschliche Ohr relativ klein und unbeweglich. Zum Beispiel können Hasen und Katzen die Ohrmuschel bewegen oder Elefanten haben größere Ohrmuscheln. Die Ohrmuschel nimmt den Schall (Schwingungen der Luft) aus der Umgebung auf und leitet ihn über den Gehörgang zum Trommelfell. Das Trommelfell trennt das äußere Ohr vom Mittelohr. Die Ohrmuschel besteht aus Haut und Falten und Knorpel und ist ca. 6cm lang. Eine Ausnahme machen die Ohrläppchen, die aus Fettgewerbe bestehen. Der Gehörgang ist etwa 2 cm lang und gekrümmt. Er wird durch Talgdrüsen gefettet, so entsteht Ohrenschmalz.

Das Mittelohr

Das Mittelohr wird durch zwei Membranen abgegrenzt. Nach außen vom Trommelfell und nach innen von dem ovalen Fleck. Dazwischen sind drei kleine Knochen (Hammer, Amboss, Steigbügel) beweglich miteinander verbunden. Sie leiten die Schwingungen des Trommelfells zur Membrane des ovalen Flecks. Dadurch werden die Schwingungen verstärkt. Der Hammer berührt mit einem Ende das Trommelfell und der Steigbügel mit einem Ende den ovalen Fleck. Zwischen Hammer und Steigbügel befindet sich der Amboss. Das Mittelohr besteht aus einem lufterfüllten und mit Schleimhäuten ausgekleideten Hohlraum. Der Steigbügel berührt mit seiner Platte die Membran des ovalen Fensters. Das Mittelohr wird von der Eustachschen Röhre mit dem Rachenraum verbunden. Sie dient dem Druckausgleich zwischen Mittelohr und äußerem Ohr, der zum Beispiel bei Höhenunterschieden auftritt. Durch Schlucken oder Gähnen wird die normalerweise geschlossene Röhre kurzzeitig geöffnet und der Druckausgleich kann stattfinden. Wenn der Druckunterschied nicht ausgeglichen wird, würde man leichte Taubheit empfinden. Im schlimmsten Fall könnte das Trommelfell beschädigt werden. Die drei Knöchelchen befinden sich in der Paukenhöhle. Sie sind die einzigen Knochen des Körpers die nicht wachsen.

Das Innenohr

Das Innenohr befindet sich im härtesten Teil des Schläfenknochens, im Felsenbein. Es ist eine Art Knöchelchen – Labyrinth. Der Innenraum besteht aus einem System dünnhäutiger Kanäle und ist vollkommen mit Flüssigkeit gefüllt. Direkt hinter dem ovalen Fenster befindet sich die sogenannte Schnecke, die aus Knochen besteht und hohl ist und ebenfalls mit Häuten und Flüssigkeit gefüllt ist. Die Schwingungen, die vom Steigbügel des Mittelohres zum ovalen Fenster geleitet werden, werden weiter in der Schneckengang übertragen. Sie breiten sich als Schallwellen in der Flüssigkeit im Inneren der Schnecke aus. Die Schnecke ist ungefähr 5mm groß und im Inneren hat der Schneckenkanal einen Durchmesser von 1mm. Im Inneren der Schnecke befindet sich das Cortische Organ. Dieses ist das eigentliche Hörorgan. Auf diesem kleinen Organ befinden sich die Hörzellen. Diese haben kleine Flimmerhaare, welche durch die Schallschwingungen in der Flüssigkeit der Schnecke bewegt werden. Dadurch werden die Hörzellen gereizt und produzieren ein elektrisches Signal.

Die Sinneshärchen auf dem Cortischen Organ sind U-förmig angeordnet und sind abgestuft von kurzen zu langen Härchen. Die hohen Schallfrequenzen regen die kurzen Härchen zu Schwingungen an und die tiefen Frequenzen regen die langen Härchen an. Es wird also von der Hörzelle auch die Höhe des Tones erkannt und weitergeleitet. Mit zunehmendem Alter entwickeln sich die kurzen Härchen zurück und verkümmern mit der Zeit. Das ist die Ursache dafür, dass ältere Menschen nicht mehr solche extrem hohen Töne wie junge Menschen hören können. Diese elektrische Signale werden durch den Hörnerv, der im inneren Ohr endet, direkt zum Gehirn transportiert und dort verarbeitet. Die Gesamtheit aller dieser Signale wird im Gehirn verarbeitet und wir werten diese Signale als Schall, Geräusche oder Töne aus. Die Übertragung vom äußeren Ohr über das Mittelohr bis zum Cortischen Organ bis hin zum Gehirn geschieht durch folgende Medien.

Äußeres Ohr- Luft
Mittelohr- Knochen
Innenohr- Flüssigkeit
Hörnerv- elektrische Impulse

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